Energie sparen in der Mietwohnung: Wie Mieter in der Schweiz clever Kosten senken

Energieeffizienz wird in der Schweiz immer wichtiger – nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch, weil steigende Strom- und Heizkosten viele Haushalte spürbar belasten. Gerade in Mietwohnungen haben Bewohner oft weniger Einfluss auf bauliche Massnahmen. Trotzdem gibt es zahlreiche wirkungsvolle Schritte, die sofort umsetzbar sind und ohne Eingriff in die Gebäudestruktur auskommen. Die folgenden Empfehlungen richten sich speziell an Mieterinnen und Mieter in Schweizer Wohnungen.
Heizen: Kleine Anpassungen, grosse Wirkung
Die Heizkosten machen in vielen Mietobjekten den grössten Energieverbrauch aus. Ein Grad weniger Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizenergie – ohne Komfortverlust. In Wohnräumen sind 20 bis 21 Grad ideal, im Schlafzimmer reichen 17 bis 18 Grad vollkommen aus.
Auch richtiges Lüften wirkt Wunder: Statt dauerhaft gekippter Fenster sollten Mieter mehrmals täglich kurz und intensiv stosslüften. So bleibt die Luft frisch, ohne dass die Wände auskühlen.
Mit Warmwasser bewusst umgehen
Warmwasser ist einer der unsichtbaren Energiefresser im Haushalt. Wer kürzer duscht, spart sofort. Sparbrausen lassen sich in den meisten Mietwohnungen einfach nachrüsten, ohne Installationen verändern zu müssen. Ausserdem lohnt es sich, Warmwasser nicht für jeden Handgriff zu verwenden – kaltes Wasser reicht oft völlig aus.
Strom sparen im Alltag
Geräte im Standby-Betrieb verbrauchen auch dann Strom, wenn sie «aus» erscheinen. Mehrfachsteckdosen mit Schalter oder smarte Zwischenstecker helfen, diese heimlichen Stromfresser unkompliziert abzuschalten.
Bei der Beleuchtung empfiehlt es sich, auf LED-Lampen umzusteigen. Sie sparen bis zu 80 Prozent Energie gegenüber alten Glühbirnen und halten deutlich länger.
Auch Haushaltsgeräte lassen sich energieeffizient nutzen: Den Kühlschrank nicht zu kalt einstellen (7 Grad reichen), Wäsche mit niedrigeren Temperaturen waschen und Geräte wie Geschirrspüler im Eco-Modus laufen lassen.
Isolieren – ganz ohne bauliche Eingriffe
Viele ältere Mietwohnungen in der Schweiz verlieren Energie über Fenster und Türen. Mit einfachen Dichtungsbändern aus dem Baumarkt lassen sich Zugluft und Wärmeverluste reduzieren. Auch Thermovorhänge oder Teppiche können helfen, das Wohnklima zu verbessern und Heizkosten zu senken – alles reversible Massnahmen, die beim Auszug problemlos entfernt werden können.
Gemeinsam mit dem Vermieter mehr erreichen
Wer das Gespräch sucht, kann oft zusätzliche Verbesserungen anstossen. Vermieter reagieren zunehmend positiv auf Vorschläge wie den Austausch alter Leuchtmittel in gemeinschaftlichen Bereichen, die Installation moderner Thermostate oder die Optimierung der Heizanlage. Da viele dieser Massnahmen den Wert der Immobilie steigern, profitieren beide Seiten.
Energie sparen beginnt zu Hause – und wirkt sofort
Mit bewussten Entscheidungen und kleinen Anpassungen lässt sich auch in einer Mietwohnung viel erreichen. Die meisten Tipps kosten wenig, sind schnell umsetzbar und entfalten sofort Wirkung auf Strom-, Heiz- und Warmwasserkosten. Für Schweizer Mieterinnen und Mieter eine Chance, den eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig das Haushaltsbudget zu entlasten.